Zwei Punkte verschenkt

Spielbericht: FSV Schöningen 2011 (Regionalliga Nord, 25. Spieltag)

Montag, 09.03.2026

In buchstäblich letzter Sekunde kassieren wir gegen die FSV Schöningen noch den 3:3 Ausgleich, schaffen es trotz einer 2-Tore Führung nicht, den ersten Sieg im Jahr 2026 einzufahren, aber der Reihe nach.

Bei bestem Frühlingswetter hatten sich knapp 1.000 Zuschauer*innen am Panzenberg eingefunden, um die Partie gegen den Aufsteiger zu sehen. Die Fans hatten sich wieder zusammengerauft und sammelten, ganz im Zeichen des Weltfrauen Tags, Gelder für die Bremer Organisation „Schattenriss“. Die Partie gegen Schöningen gab es in dieser Saison zum dritten Mal, denn kurioserweise hatte es die Partie ja bereits im September gegeben. Seinerzeit musste das Spiel wegen eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne abgebrochen werden. Das Heimrecht mit Schöningen wurde getauscht, die dortige Partie von uns gewonnen.

Mittlerweile geht es dem Patienten von dem Hinspiel wieder gut, er war gestern auch wieder auf der Tribüne und sah mit den anderen Fans zunächst eine zerfahrene Partie ohne echte Höhepunkte. So verwunderte es nicht, dass die beiden ersten Tore der Partie jeweils aus einem Elfmeter resultierten. Zunächst verwandelte Gino Schmidt einen Foulelfmeter souverän, ehe nur fünf Minuten später die Gäste ebenfalls die Chance vom Punkt bekamen. Unser Torwart Manitz war sehr ungestüm in seinen Gegenspieler gerauscht, Strafstoß. Diesen verwandelte Harant sicher zum 1:1.

In der Folgezeit wurde die Partie immer wieder durch Fouls unterbrochen, in einer Szene sah unser Torwarttrainer Duffner sogar die rote Karte. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit wurde dann wieder Fußball gespielt. Eine Ecke von der linken Seite wurde in die Strafraummitte abgelegt, der Ball kam zu Gino Schmidt, der selbigen humorlos ins Tor hämmerte. Gefühlvoller war dann sein dritter Treffer, als er auf der linken Angriffsseite vollkommen frei war und den Ball sehenswert aus ca. 25 ins Tor schlenzte. Das war dann zugleich auch der Halbzeitstand. Es war bereits das 15. Saisontor von Schmidt, der damit auf Platz 2 der Torjägerliste steht.

Nach dem Seitenwechsel muss Gästetrainer Benbennek die richtigen Worte für seine Mannschaft gefunden haben, die Gäste Schöningen übernahmen gleich die Initiative und drängten auf den Anschlusstreffer, auch weil sich unser Team zurückzog und den Gästen Ball und Platz überließen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste zurückkamen. Abwehrmann Harant sorgte per Kopf mit seinem zweiten Treffer für neuerliche Spannung. In der Folgezeit waren dann die Gäste aus Niedersachsen dem dritten der Tor näher als unsere Mannschaft dem vierten. Auch wenn unser Team immer wieder den Versuch eines Konters erkennen ließ, richtig gefährlich wurde es für den Gästekeeper in Hälfte zwei nicht mehr. Zu groß war der Druck des Aufsteigers in dieser Phase, zu wenig Entlastungen gab es in dieser Phase. Stattdessen stemmt sich unser Team mit alle Mann gegen den Ausgleich.


Es wurden vier Minuten Nachspielzeit angezeigt und gerade, als alle mit dem knappen Sieg unserer Farben gerechnet hatten, segelte eine letzte Flanke von der rechten Seite in Richtung unseres Tores. Die Flanke, die von Nils Bremer geschlagen wurde, ausgerechnet, segelte an Freund und Feind vorbei und senkte sich ins Tor, zum viel umjubelten und gleichzeitig verdienten Ausgleich.

So wurde es nichts mit dem erhofften Dreier. Oder apropos, wie Torschütze Gino Schmidt nach dem Spiel lapidar feststellte: „Wenn du zu Hause drei Tore machst, darfst Du Dir keine drei Tore fangen“. So einfach, so wahr. Durch das Ergebnis haben wir nun 14 Punkte und eine um 26 Tore bessere Tordifferenz, gegenüber BW Lohne, die auf dem ersten Abstiegsplatz stehen. Schöningen steht nun drei Punkte über dem Strich und hat zudem noch drei Nachholspiele.

Unsere nächste Chance auf drei Punkte bietet sich für unser Team am kommenden Sonntag, wenn um 14:00 Phönix Lübeck zum dritten Heimspiel in Serie anreist. Dreimal ist ja bekanntlich Bremer Recht und vielleicht klappt es dann ja mit einer weiteren drei, nämlich was die Punkteausbeute betrifft.