Unser Gegner
Nach drei Jahren in der Oberliga Niedersachsen ist Atlas Delmenhorst durch den souverän errungenen Meistertitel in der Saison 2025/26 zurück in der Regionalliga Nord. In den beiden Vorjahren hatte es jeweils nur zum undankbaren dritten Platz gereicht. Im Oktober 2024 kehrte Key Riebau zurück an die Seitenlinie, der den SVA schon von 2019 bis 2023 trainiert und 2020 in die Regionalliga und dort in der Saison 2021/22 gar auf Platz vier geführt hatte. Im Frühjahr 2023 folgte dann der Absturz und der Gang zurück in die Oberliga. Riebau musste gehen, wurde aber bereits ein Jahr später zurückgeholt, nachdem sein Nachfolger Dominik Schmidt den direkten Wiederaufstieg verpasst hatte.
In die aktuelle Spielzeit startete Delmenhorst ordentlich. Nach sechs Spielen war man Elfter mit acht Punkten und hatte u. a. gegen den VfB Lübeck (2:0) und auswärts bei Hannover 96 II (1:0) gewonnen. Danach ging es ein wenig auf und ab. Einem 5:2 gegen den SV Todesfelde folgten bittere Niederlagen zu Hause gegen Drochtersen/Assel (0:3) und beim SSV Jeddeloh II (0:5). Es folgte dann wieder ein wichtiger Auswärtssieg beim Hamburger SV II (3:0) Ende September. Aktuell steht man nach 12 Partien mit 16 Punkten auf Platz 8 und ist dabei derzeit bester Aufsteiger – mit einer Partie weniger, da das Spiel gegen St. Pauli II verlegt werden musste.
Zum Kader von Atlas Delmenhorst gehören übrigens auch drei ehemalige Bremer-SV-Spieler. Das Tor der Blau-Gelben hütet Damian Schobert, der ein Jahr lang, von 2022 bis 2023, beim BSV spielte. Zudem spielen mit Mats Kaiser und Lamine Diop zwei unserer Aufstiegshelden von 2022 in Delmenhorst. Beide hatten in den Aufstiegsspielen gegen Todesfelde und Concordia Hamburg seinerzeit getroffen. Kaiser wechselte im Sommer 2024 vom BSV nach Delmenhorst und kehrte nach einem einjährigen Abstecher nach Neuseeland im Januar 2026 zurück zum SVA. Lamine Diop hingegen wechselte im Jahr 2023 erst zum Rotenburger SV und dann im Januar 2025 nach Delmenhorst. Er traf in dieser Saison bereits zweimal.
Unsere Lage
Wirklich Grund zum Optimismus bietet unsere aktuelle Lage nun wirklich nicht. Nach 12 gespielten Partien, also etwas mehr als einem Drittel der Saison, stehen wir mit 8 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Würde man unsere Punkteausbeute hochrechnen, käme man am Ende der Saison auf etwa 24 Punkte. Das hätte nicht mal in der sehr schwachen Vorsaison zum Klassenerhalt gereicht, zumal man sich ja nicht immer darauf verlassen kann, dass irgendein Drittligist insolvent geht. Liebe Grüße gehen nach München.
Am letzten Sonntag waren wir jedenfalls im Heimspiel gegen Drochtersen/Assel chancenlos. Dabei dürften sowieso nur die größten Optimisten damit gerechnet haben, angesichts von vier Niederlagen unserer Mannschaft am Stück etwas Zählbares zu holen. Auf der anderen Seite stand der Gast aus Drochtersen/Assel, der mit einer stolzen Serie von sieben Spielen ohne Niederlage und 40 geschossenen Toren zum Panzenberg reiste. Genauso, wie man es erwarten konnte, verlief auch die Partie. Die Gäste machten das Spiel, schnürten unsere Mannschaft phasenweise in der eigenen Hälfte ein und kamen zu etlichen Torchancen. Es dauerte allerdings bis zur 34. Minute, ehe der SVDA das erste Tor erzielte. Stürmer Tom Sanne, der sich in überragender Form befindet, fand keinen Abnehmer und hielt daher einfach mal drauf. Der Ball segelte unhaltbar in den rechten Torwinkel.
Bis zur Pause fielen keine weiteren Treffer, und das war aus Sicht des Bremer SV noch die beste Nachricht. In Halbzeit zwei versuchte unser Team zwar, etwas mehr für die Offensive zu tun, allein es blieb meist beim Versuch, da Stürmer Bastian Redecker zu oft auf sich allein gestellt war und sich kaum mal entscheidend durchsetzen konnte. Stattdessen erhöhte Drochtersens Stürmer Christopher Schepp mit einem Doppelschlag in der 77. und 79. Minute auf 3:0 für die Gäste und machte den Deckel drauf auf einen Auswärtssieg, der zu keinem Zeitpunkt in Gefahr schien oder geriet.
Wirklich Grund zum Optimismus bietet unsere aktuelle Lage nicht, höchstens die Tatsache, dass es bis zum rettenden Ufer auf Platz 13 – man kann derzeit von fünf Absteigern in dieser Saison ausgehen – nur vier Pünktchen sind. Nur dann sollte man auch irgendwann mal beginnen, diese Punkte zu sammeln. Freitagabend in Delmenhorst wäre eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen.
Freitag alle nach Delmenhorst!
Nur der BSV!
Die Fakten zum Spiel
Regionalliga Nord, 14. Spieltag
Freitag, 16.10.26, 19:00 Uhr
Städtisches Stadion (Platz A), Düsternortstraße, 27755 Delmenhorst
Atlas Delmenhorst – Bremer SV
Schiedsrichter: Björn Behrens
Assistenten: Felix Mutz, Leo Heckmann
Bisherige Begegnungen
Insgesamt 21-mal haben sich der Bremer SV und Atlas Delmenhorst auf dem Platz gegenübergestanden, wovon wir neunmal gewinnen konnten, bei je 6 Unentschieden und 6 Delmenhorster Siegen. In der Zeit von 1988 bis 2022, also ganze 34 Jahre lang, gab es die Partie nur im Rahmen von Freundschaftsspielen. Nimmt man nur die Punktspiele, ist die Bilanz auch dort aus unserer Sicht positiv. Von 12 Spielen konnten wir sechs gewinnen, bei je drei Unentschieden und drei Niederlagen und 28:22 Toren. Der letzte Auswärtssieg im Mai 2023 dürfte allen, die dabei waren, noch gut in Erinnerung sein. Nicht nur, dass wir durch den 3:1-Sieg aus eigener Kraft die Klasse halten konnten, auch die fantasievolle und farbenfrohe Fanaktion unserer Fans hatte seinerzeit für Aufsehen gesorgt. Die erste Partie in Delmenhorst war übrigens ein Freundschaftsspiel im Oktober 1978, also vor ziemlich genau 48 Jahren. Seinerzeit gewann der BSV mit 4:1. Wiederholung ausdrücklich erwünscht.
Tickets
Achtung! Tickets können NUR online erworben werden. Es wird KEINE Abendkasse geben!
Hier geht’s zum Ticketverkauf.
Reiseinfos
Aufgrund der besonderen Brisanz des Spiels werden BSV-Fans gebeten, gemeinsam anzureisen: mit dem RE 4 um 16:59 Uhr. Treffpunkt ist ab 16:30 Uhr vor dem Bremer Hauptbahnhof. Die Fans werden dann mit einer Polizeieskorte in einem Fanmarsch zum Stadion geleitet. Es wird dringend geraten, die Gegend um die Kneipe „Jan Harpstedt“ zu meiden und dort auch keine Autos zu parken. Bitte am Stadion den Eingang von der Düsternortstraße nehmen, der den Delmenhorster Fans nicht zur Verfügung steht. Nach der Partie werden die Fans von der Polizei zum Bahnhof geleitet.
Livestream
Das Spiel wird live bei Leagues Football übertragen.