Endlich wieder auswärts

Vorbericht SV Todesfelde (Regionalliga Nord, 8. Spieltag)

Freitag, 11.09.2026

Nach der enttäuschenden, aber verdienten Niederlage gegen Kickers Emden am vergangenen Sonntag (2:3) geht es nun auswärts zum Aufsteiger SV Todesfelde. Damit verbunden ist die Hoffnung auf den ersten Sieg seit dem 2. Spieltag. Doch Vorsicht ist geboten.

Unser Gegner

Aufsteiger SV Todesfelde spielt bisher eine Saison mit zwei Gesichtern: zu Hause hui, auswärts pfui. Bereits am ersten Spieltag gab es für das Team von Trainer Björn Sörensen, der seit 2023 beim SVT an der Seitenlinie steht, ein spektakuläres 6:4 gegen den FC St. Pauli II. Die letzten beiden Tore für Todesfelde fielen aber erst am Ende der Partie. Eine Woche später dann der Beleg: Langweilig wird es in Todesfelde nicht. 3:3 gegen Werder Bremen II endete das zweite Heimspiel, diesmal fiel der Ausgleich für die Gäste erst spät. Auswärts gab es ein 2:2 beim Hamburger SV II, ein 0:2 beim FSV Schöningen und ein 2:5 bei Mitaufsteiger Atlas Delmenhorst. Die einzige Heimniederlage gab es gegen den VfB Oldenburg beim 1:4 am 5. Spieltag.

Somit steht die Mannschaft mit acht Punkten nach sieben Spielen auf Rang 11 der Tabelle. Dabei wurden sieben Punkte in der heimischen „Joda-Arena“ geholt, damit steht Todesfelde derzeit auf Rang fünf der Heimtabelle. Defensiv ist die Mannschaft dabei alles andere als stabil: 20 Gegentore bedeuten den drittschlechtesten Wert der Liga hinter Eimsbüttel (24) und Kickers Emden (21). Offensiv hingegen läuft es besser: Bereits 16 Tore in sieben Spielen stehen in den Statistiken – ein guter Wert für einen Aufsteiger.

Im Sommer wurde die Mannschaft dabei kaum verstärkt. Nur sieben Spieler schlossen sich dem SVT an, bei gleichzeitig sieben Abgängen. Die Mannschaft, die im Vorjahr die Oberliga Schleswig-Holstein gewonnen hatte, ist also im Großen und Ganzen zusammengeblieben. Dies merkt man auch auf dem Platz, denn das Team von Sörensen wirkt eingespielt und wird sicher noch für die eine oder andere Überraschung in dieser Saison gut sein. Andererseits ist die Saison noch lang und Todesfelde wird mit Sicherheit versuchen, den Klassenerhalt so bald wie möglich unter Dach und Fach zu bringen. Doch dazu muss dringend die Auswärtsschwäche abgestellt werden, um am Ende über dem berüchtigten Strich zu bleiben.

Unsere Lage

Wir treten in dieser Saison weiterhin auf der Stelle. Nachdem etwa die Hälfte der Hinrunde, also ein Viertel der Saison, absolviert ist, verharren wir mit fünf Punkten und 6:12 Toren im unteren Tabellendrittel. Dabei stellen wir zusammen mit dem VfB Lübeck den schlechtesten Sturm der Liga. Dennoch hatte das Spiel gegen den FSV Schöningen kämpferisch und auch spielerisch durchaus Hoffnung gemacht, auch wenn wir uns am Schluss nur mit einem Punkt begnügen mussten.

Das letzte Heimspiel gegen Kickers Emden war hingegen eher ein Rückschritt. Zu viele Fehler im Spielaufbau, speziell in der ersten Hälfte, zu viele Fehler in der Abwehr und ein unerklärlicher Leistungsabfall nach der Führung in der zweiten Hälfte. Insgesamt war es eine verdiente Niederlage, auch wenn nach der Schlussoffensive fast noch der Ausgleich geglückt wäre.

Von Beginn an hatten die Gäste aus Emden mehr vom Spiel, öfter den Ball und auch die besseren Torchancen. Diesen fehlte es jedoch an Präzision. So war es am Ende wieder einmal der starken Abwehrleistung unserer Jungs und dem Unvermögen der Gäste geschuldet, dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

Nach der Pause wurde unsere Mannschaft stärker und kam folgerichtig u. a. durch Fritz Kleiner zu einer sehr guten Chance, die der Gästekeeper noch abwehren konnte. Dann gelangte unsere Abwehr bei einer gegnerischen Ecke schnell in Ballbesitz, schickte Bastian Redecker auf die Reise, der mit einem Flachschuss zum 1:0 verwandelte – bereits sein vierter Saisontreffer. Doch Emden ließ sich von der überraschenden und etwas glücklichen Führung unserer Mannschaft nicht beirren und drückte auf den Ausgleich. Unserem Team hingegen gab die Führung keineswegs Sicherheit oder Lockerheit zurück, im Gegenteil.

Kickers Emden kam nun zu mehr und mehr Torchancen und folgerichtig auch zum Ausgleich. Es folgte ein 100-Sekunden-Doppelpack durch Ex-Profi Luca Ihorst und plötzlich stand es nach dem 1:0 auf einmal 1:3 aus Sicht unserer Mannschaft. Auch wenn noch der Anschlusstreffer zum 2:3 gelang, war die dritte Heimniederlage unseres Teams nicht mehr abzuwenden.

Somit warten wir auch nach fünf Heimspielen weiterhin auf den ersten Sieg am Panzenberg. Nun geht es auswärts zum SV Todesfelde und auf des Gegners Platz gelang immerhin der bisher einzige Saisonsieg. Ein Hoffnungsschimmer immerhin – wäre da nicht die Heimstärke von Todesfelde ...

Sonntag alle nach Todesfelde!

Nur der BSV!

Die Fakten zum Spiel

Regionalliga Nord, 8. Spieltag
Sonntag, 13.09.26, 14:00 Uhr
Joda-Sportpark Stadion, Am Sportplatz 2, 23826 Todesfelde

SV Todesfelde – Bremer SV

Schiedsrichter: Daniel Piotrowksi
Assistenten: Sören Thalau, Jannik Benjamin Meyer

Bisherige Begegnungen

Die Bilanz gegen den SVT ist bisher makellos: In drei Spielen gab es drei Siege bei 9:1 Toren für den Bremer SV. Erstmals kam es in der Aufstiegsrunde 2022 zum Aufeinandertreffen. Seinerzeit gewannen wir mit 2:0 auf „neutralem“ Platz in der AJK von Altona 93. In der bisher einzigen Regionalliga-Saison von Todesfelde, 2024/25, gab es am Panzenberg einen 3:0-Heimsieg und in Todesfelde ein klares 4:1 für den Bremer SV.

Tickets

Können wie gewohnt an der Tageskasse erworben werden.

Livestream

Das Spiel wird live bei Leagues Football übertragen.